Berufskrankheit Nackenschmerzen

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Wie entstehen berufsbedingte Nackenschmerzen?

Der Arbeitsalltag vieler Menschen spielt sich zu einem hohen Anteil im Sitzen ab. Die stundenlange monotone Haltung am Schreibtisch sorgt für Überlastung und Verhärtung der Nackenmuskulatur. Bereits durch kleine zusätzliche Belastungen wie Stress oder einen Luftzug kann der komplette Hals-Nackenbereich verspannen.

Die Folge sind oft eingeklemmte Neven, die sich durch stechende Schmerzen bemerkbar machen. Ursache für diese Fehlhaltung sind meistens äußere Faktoren am Arbeitsplatz, wie zum Beispiel falsch eingestellte Monitore, Bürostühle oder Arbeitsplatten. Wir übernehmen einen Arbeitsplatz oft genau so, wie wir ihn vorfinden, gewöhnen uns dann eine falsche Haltung an und spüren die Folgen erst später in Form von einer schmerzhaften Nackenmuskulatur.

Arbeiten Sie ergonomisch richtig?

Durch die ergonomische Gestaltung Ihres Arbeitsplatzes können Sie diese gesundheitlichen Belastungen zwar nicht komplett verhindern, dafür aber erheblich verringern. Achten Sie dafür zunächst auf Ihre Sitzhaltung: Ihre Füße sollten bequem auf dem Boden stehen können, während Ober- und Unterschenkel einen rechten Winkel bilden. Für eine aufrechte und ergonomisch richtige Sitzposition rutschen Sie auf Ihrem Stuhl so weit nach hinten wie möglich, sodass Ihr Rücken die Lehne erreicht.

Um die Halswirbelsäule zu entlasten, ist zudem eine leicht nach unten geneigte Blickrichtung auf Ihren Bildschirm ideal. Dabei sollte Ihr Monitor frontal und je nach Größe in einem Sehabstand von etwa 50 bis 70 Zentimetern vor Ihnen stehen. Als Ausgleich ist Bewegung auch am Arbeitsplatz unverzichtbar. Versuchen Sie, selbst im Sitzen dynamisch zu bleiben: Wechseln Sie also beispielsweise öfter die Position oder strecken Sie sich regelmäßig. Am einfachsten integrieren Sie Bewegung in Ihren Arbeitsalltag, indem Sie regelmäßig alle halbe Stunde aufstehen, um z.B. zum Drucker zu gehen. Die Aktion Gesunder Rücken e.V. empfiehlt, im Wechsel 50 % seiner Zeit im Büro zu sitzen, 25 % zu stehen und 25 % zu gehen. Sie können Ihre Bewegungspausen auch für kleine Übungen nutzen, die den Nacken entspannen.